Ein unnötiges Vor-Ort-Gespräch beim Bauträger…

Gestern hatten wir dann bei unserem Bauträger ein Vor-Ort-Gespräch, da wir ja seit 4 Wochen auf Rückmeldung bezüglich diverser Dinge warten und auch schon ziemlich verstimmt waren.

Der Geschäftsführer der Ever Energy Group fragte also nach einem persönlichen Termin. Wir machten einen aus, wiesen aber nochmals darauf hin, dass wir zum Teil eine schriftliche Stellungnahme benötigen.

Konkret ging es um folgende Dinge:

  1. den groben Ablaufplan für den Bau (wann kommt was)
  2. den abgeänderten Entwässerungsplan mit den Höhen-/Gefälleangaben der verlegten Rohre.
  3. den Gebäudequerschnitt mit den Angaben der Positionen der Abwasserrohre sowie deren Belüftung.
  4. Wann wird die Baustelle aufgeräumt sein?
  5. Wann kommt der Vermesser?
  6. Wann wird die Eiche augrund ihrer vorherigen Beschädigung gepflegt?
  7. Wann kommen die Vertragsanlagen bezüglich unserers geänderten Heizsystems?
  8. Gibt es eine Sondernutzungsgenehmigung für die Lagerfläche außerhalb des Grundstücks?
  9. Wieso wurde keine zweite Sperrschicht verlegt?
  10. Wieso wurden nicht an allen Hausecken Ecksteine verbaut?
  11. Wieso wurde die erste Steinreihe (Sockel) teilweise mit großen Fugen gemauert?

Und der große offene Punkt:

  1. Wann bekommen wir eine schriftliche Antwort auf das Protokoll des Bausachverständigen?

Das Gespräch begann damit, dass unser Bauleiter das Protokoll hervor holte und eher wahllos kurze „Aussagen“ zu den Punkten abgab. Hier sagte er eher das wäre alles ok so und dort habe er eine andere Meinung. Den Punkt mit dem Zementmörtel ließ er komplett unter den Tisch fallen.

Wir erklärten ihm dann, dass er dies bitte unserem Bausachverständigen zukommen lassen sollte, da dieser für uns entscheiden muss, ob das nun so in Ordnung ist oder nicht. Ich wies auch nochmal darauf hin, dass ich es ungünstig finde, 4 Wochen mit einer Reaktion zu warten, da schließlich die Möglichkeit besteht, dass wir auf eine Ausbesserung bestehen und damit dann Arbeiten wie die am Sockel oder die Decke evtl. wieder zunichte gemacht werden müssen.

Auf die Aussage, dass wir alles zum Protokoll schriftlich benötigen, da wir dies ja unserem Bausachverständigen übergeben müssen und Aussagen über dritte schnell falsch weiter gegeben werden, fragte unser Bauleiter uns tatsächlich, wie er das genau machen soll. Daniel war nach eigener Aussage ziemlich perplex über diese Frage, während ich – ganz Mama –  erklärte, dass jeder Punkt mit einer Frage versehen ist, die bitte beantwortet werden soll, dass kein Roman verlangt wird, verständliche Stichpunkte auch reichen würden. Der Bauleiter fragte dann, ob er auch einfach den Bausachverständigen anrufen kann. Dies bejaten wir ihm natürlich, wenn dies für unserem Bausachverständen in Ordnung geht.

Ansonsten klärten sich unsere Fragen insofern, dass alles noch im Hinterkopf ist und abgearbeitet wird, und wir ab sofort spätestens am Vorabend eine SMS oder einen Anruf bekommen, wenn weitere Arbeiten am Haus vorgenommen werden.

Morgen oder Donnerstag wird die Decke gegossen, nächste Woche geht es mit den Maurerarbeiten des Obergeschosses weiter.

Alles in allem haben sich die insgesamt 60 Minuten Fahrtzeit zum Bauträger für uns nicht wirklich gelohnt, zumal wir keinen Babysitter hatten. Wir waren maximal 30 Minuten im Gespräch, das hätte man wohl auch am Telefon machen können. Aber was solls, das war nicht die erste unnötige Fahrt und wird vermutlich auch nicht die letzte sein.

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