Vor Ort mit Bauleiter und Bausachverständigen

Nachdem wir nun seit dem 19. Mai 2013 – also mehr als 5 Wochen – auf eine Stellungnahme unseres Bauträgers Ever Energy bezüglich des Protokolls mit Baumängeln unseres Bausachverständigen gewartet haben, fand heute endlich ein Vor-Ort-Termin statt.

Zunächst einmal sagte mir unser Bauleiter, dass die erste Steinreihe des OGs wieder abgerissen werden wird und dass ab sofort vermehrt die Baustelle kontrolliert wird. Sprich alle zwei Tage wird der Bauleiter nun auf der Baustelle sein und nach dem Rechten sehen.

Als dann unser Bausachverständige hinzu kam, ging es ans Eingemachte und ich war begeistert, wir einfach doch nun die Ever Energy Group in allem einglenkt hat.

Zusätzlich hat unser Bausachverständiger festgestellt, dass im Sockelbereich außen falsche Platten ran gemacht wurden. Es wurden welche für das Erdreich genommen, welche für den Sockelputz, der ja eigentlich dort hin soll, nicht geeingnet sind. Auch ist die gelbe Gewebeschicht wohl eigentlich nicht die richtige.

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Fazit:

  1. Der graue Zement-Mauermörtel muss beseitigt (also auch aus den Fugen gekratzt)  und mit PORIT-Ausbesserungsmörtel versehen werden.
  2. Wir bekommen einen Wärmedämmputz, da das Mauerwerk zu viele große Fugen aufweist.
  3. Der Glattstrich an den Fensterbänken wird nachgeholt.
  4. Über den Stürzen wird die Stoßfugenvermörtelung nachgeholt.
  5. Im Innenbereich wird um die Fenster rum sowie an den gerissenen Steinen ein Gewebe aufgebracht, sodass später beim Innenputz keine Risse entstehen.
  6. Beseitigung der ersten Steinreihe im OG da unsaubere Arbeit.
  7. Die Platten am Sockel müssen weg, hier muss sowieso auch der graue Mörtel drunter beseitigt werden.
  8. Es wird ab sofort vermehrt darauf geachtet, dass die Wände vor Regen geschützt sind, dies wurde leider in der Zwischenzeit mal wieder vergessen.
  9. Die Durchdringungen werden optimal abgedichtet, da hier die eigentlich geforderten 20cm Abstand nicht eingehalten wurden.
  10. Diese Woche soll der Container kommen, sodass die Baustelle aufgeräumt werden kann.

Unser Bauleiter spielt nun – auch auf Anraten unseres Bausachverständigen – mit dem Gedanken neue Bauarbeiter auf unser Projekt anzusetzen. Es stellt sich hier nämlich die Frage, ob wirklich Fachkräfte am Werk waren.

Jetzt heißt es also abwarten und sehen, wie der graue Mörtel beseitigt wird. Wenn hier nämlich weiter so grob gearbeitet werden sollte, könnte es sein, dass der Bau doch noch abgerissen werden muss. Das wäre schade, aber der Bauträger hätte ja schon seit 5 Wochen Zeit gehabt, sich um die Beseitigung der Mängel zu kümmern. Und zu der Zeit war die Decke noch nicht vorhanden. Sollte das OG wieder unsauber gemauert werden, steht auch hier ein Abriss zur Debatte oder wie sagte unser Bausachverständiger so schön, er fühle sich bei sowas dann herausgefordert.

Für mich heißt es nun, täglich auf die Baustelle zu fahren und sobald ich etwas merkwürdiges sehe, Fotos machen und unseren Bauleiter anrufen, der ja darum gebeten hat, dass man ihn immer sofort anruft, wenn etwas sein sollte.

Wir auf der Projektliste der Baufirma.

Wir haben uns im „Blog“ von Ever Energy wiedergefunden:

http://www.everenergy-home.de/projekte/
Gelistet unter Falkensee 2. Leider gibt es keine Sprungmarken.
Scheinbar basiert die ganze Webseite der Firma auf WordPress. Eigentlich war die Webseite für mich immer etwas abschreckend, aber es ist ja eine Hausbaufirma und ich bin da eh beruflich geschädigt! 😉

Die unsaubere Arbeit geht weiter.

Gestern waren wir noch mal draußen in Falkensee, um uns die Decke genauer anzuschauen. Vor Ort haben wir dann festgestellt, dass eine weitere Reihe Steine gemauert wurden.

Leider geht es hier weiter mit der unsauberen Arbeit, eingeschnittener Stein (vermutlich wurden hier die anderen Steine zugeschnitten), riesen Lücken, abgeschlagene Ecken, und wieder der unbekannte Zementmörtel.

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Immerhin, die Baustelle wurde zum Teil aufgeräumt. Leider noch nicht so weit, dass wir mit der Gartenarbeit weiter machen können.

Ein bisschen Beton für die Decke

Gestern war ich außerplanmäßig mal wieder in Falkensee draußen.

Am Grundstück durfte ich dann feststellen, dass die Decke kurz zuvor gegossen wurde.

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Prinzipiell freuen wir uns natürlich darüber, aber es ist dennoch schade, dass wir wieder einmal vorher nicht informiert wurden. Noch dazu wenn man bedenkt, dass wir gerade erst vor wenigen Tagen ein Gespräch mit Bauleiter und Geschäftsführer hatten.

Ein unnötiges Vor-Ort-Gespräch beim Bauträger…

Gestern hatten wir dann bei unserem Bauträger ein Vor-Ort-Gespräch, da wir ja seit 4 Wochen auf Rückmeldung bezüglich diverser Dinge warten und auch schon ziemlich verstimmt waren.

Der Geschäftsführer der Ever Energy Group fragte also nach einem persönlichen Termin. Wir machten einen aus, wiesen aber nochmals darauf hin, dass wir zum Teil eine schriftliche Stellungnahme benötigen.

Konkret ging es um folgende Dinge:

  1. den groben Ablaufplan für den Bau (wann kommt was)
  2. den abgeänderten Entwässerungsplan mit den Höhen-/Gefälleangaben der verlegten Rohre.
  3. den Gebäudequerschnitt mit den Angaben der Positionen der Abwasserrohre sowie deren Belüftung.
  4. Wann wird die Baustelle aufgeräumt sein?
  5. Wann kommt der Vermesser?
  6. Wann wird die Eiche augrund ihrer vorherigen Beschädigung gepflegt?
  7. Wann kommen die Vertragsanlagen bezüglich unserers geänderten Heizsystems?
  8. Gibt es eine Sondernutzungsgenehmigung für die Lagerfläche außerhalb des Grundstücks?
  9. Wieso wurde keine zweite Sperrschicht verlegt?
  10. Wieso wurden nicht an allen Hausecken Ecksteine verbaut?
  11. Wieso wurde die erste Steinreihe (Sockel) teilweise mit großen Fugen gemauert?

Und der große offene Punkt:

  1. Wann bekommen wir eine schriftliche Antwort auf das Protokoll des Bausachverständigen?

Das Gespräch begann damit, dass unser Bauleiter das Protokoll hervor holte und eher wahllos kurze „Aussagen“ zu den Punkten abgab. Hier sagte er eher das wäre alles ok so und dort habe er eine andere Meinung. Den Punkt mit dem Zementmörtel ließ er komplett unter den Tisch fallen.

Wir erklärten ihm dann, dass er dies bitte unserem Bausachverständigen zukommen lassen sollte, da dieser für uns entscheiden muss, ob das nun so in Ordnung ist oder nicht. Ich wies auch nochmal darauf hin, dass ich es ungünstig finde, 4 Wochen mit einer Reaktion zu warten, da schließlich die Möglichkeit besteht, dass wir auf eine Ausbesserung bestehen und damit dann Arbeiten wie die am Sockel oder die Decke evtl. wieder zunichte gemacht werden müssen.

Auf die Aussage, dass wir alles zum Protokoll schriftlich benötigen, da wir dies ja unserem Bausachverständigen übergeben müssen und Aussagen über dritte schnell falsch weiter gegeben werden, fragte unser Bauleiter uns tatsächlich, wie er das genau machen soll. Daniel war nach eigener Aussage ziemlich perplex über diese Frage, während ich – ganz Mama –  erklärte, dass jeder Punkt mit einer Frage versehen ist, die bitte beantwortet werden soll, dass kein Roman verlangt wird, verständliche Stichpunkte auch reichen würden. Der Bauleiter fragte dann, ob er auch einfach den Bausachverständigen anrufen kann. Dies bejaten wir ihm natürlich, wenn dies für unserem Bausachverständen in Ordnung geht.

Ansonsten klärten sich unsere Fragen insofern, dass alles noch im Hinterkopf ist und abgearbeitet wird, und wir ab sofort spätestens am Vorabend eine SMS oder einen Anruf bekommen, wenn weitere Arbeiten am Haus vorgenommen werden.

Morgen oder Donnerstag wird die Decke gegossen, nächste Woche geht es mit den Maurerarbeiten des Obergeschosses weiter.

Alles in allem haben sich die insgesamt 60 Minuten Fahrtzeit zum Bauträger für uns nicht wirklich gelohnt, zumal wir keinen Babysitter hatten. Wir waren maximal 30 Minuten im Gespräch, das hätte man wohl auch am Telefon machen können. Aber was solls, das war nicht die erste unnötige Fahrt und wird vermutlich auch nicht die letzte sein.

Aufräumen bitte

Wie auch schon vom Bausachverständigen festgestellt: Auf der Baustelle sieht es schlimm aus.

Wir haben die Baufirma aufgefordert den Müll zu beseitigen. Dann wäre auch genug Platz um die Steine auf dem Grundstück zu lagern. Vor dem Grundstück ist das eigentlich nicht erlaubt, wie wir nun erfahren haben. Als die Steine geliefert wurden war noch genug Platz auf dem Grundstück. Jetzt leider nicht mehr.

Die erste von uns gesetzte Frist ist bereits am 28.05.2013 abgelaufen. Nun haben wir eine weitere Frist bis Freitag gesetzt. Rückmeldung dazu gab es keine.

Hört das denn nie auf? Objektplaner II

Da wir gestern eine Mail vom Bauamt bekommen haben, in welcher uns mitgeteilt wurde, dass unsere Baubeginnanzeige fehlt, habe ich unserem bisherigen und ja eigentlich wieder engagierten Objektplaner per Mail darum gebeten, diese zu unterschreiben, damit das endlich geregelt ist.

Daraufhin habe ich direkt einen Anruf von ihm bekommen, weil er mir sagen wollte, dass er nicht mehr Objektplaner der Ever Energy Group ist. Sie konnten sich wohl über das Honorar nicht einigen. Sehr lieb von ihm, dass er uns direkt angerufen hat.

Sehr schlecht von Ever Energy, dass wir wieder einmal nicht informiert wurden. Jetzt habe ich direkt mit unserer Ansprechpartnerin telefoniert. Sie kümmert sich darum, hatte unseren Namen hier aber auch nicht auf ihrer Liste stehen. Was ein Chaos.

Parallel dazu habe ich nun beim Bauamt angefragt, ob Ever Energy denn inzwischen überhaupt einen neuen Objektplaner gemeldet hat. Ich gehe da im Moment ja mal nicht von aus.

Hurra wir befinden uns im Baustop! :(

Nachdem letzten Mittwoch (29.05.2913) der dritte Termin zur Lieferung der Decke nicht eingehalten werden konnte, sprach unser Bauleiter überraschend einen Baustop aus.

Die Gründe hierfür waren:

1. Es fehlt noch etwas vom Prüfstatiker
2. Eine Genehmigung fehlt.

Nachdem wir nun eine knappe Woche wieder nichts mehr gehört haben und auch unsere Mail an den Bauleiter keine Rückmeldung erbracht hat, haben wir heute mit dem Geschäftsführer der Ever Energy Group gesprochen.

Da wir zusätzlich seit dem 19.05.2013 auf eine Reaktion des Protokolls unseres Bausachverständigen warten und auch am 20. und 21.05.2013 Mails mit Fragen an unseren Bauleiter geschrieben haben, worauf wir immer noch keine Antwort bekommen haben, hatten wir keine Lust mehr hinterher zu rennen. Deswegen der direkte Weg zum Geschäftsführer.

Hier konnten wir erfahren, dass die Unterlagen des Prüfstatikers inzwischen alle vollständig sind und das lediglich von der Stadt Falkensee eine Genehmigung zur Sperrung der Straße für den Lastkrahn fehlt. Der zuständige Sachbearbeiter teilte letzte Woche wohl mit, dass dies erst in 2 Wochen genehmigt werden würde, da er zu viel zu tun habe.

Angeblich hat hier aber der Deckenlieferer vergessen, die Sperrung rechtzeitig zu beantragen. Da stellt sich nun die Frage, ob wir als Bauherren dort anrufen und nachfragen sollen, weil die Wartezeit ja auch für uns negative Konsequenzen nach sich zieht.

Interessant war auch zu hören, dass der Geschäftsführer nicht darüber informiert war, dass unser Bausachverständiger diverse Mängel gefunden hat und diese per Protokoll an den Bauleiter geschickt wurden. Die Kommunikation unter den Mitarbeitern der Ever Energy Group scheint eine Katastrophe zu sein.